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Waidhofen´s Kirchenführer

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Pfarrwallfahrt und Kulturreise nach Tirol und Kärntens

Unter dem Motto: „Rund um die Karnischen Alpen. Landschaft –Romanik –Marienverehrung“ lud das Katholische Bildungswerk zu einer dreitägigen Kultur- und Pilgerreise, die unter der Leitung von Mag. Johann Kern durchgeführt wurde. 31 Teilnehmer brachen am Freitag, den 14. Mai , auf: Erstes Wallfahrtsziel war der Pinzgauer Marienort und „Bergkristall unter den Wallfahrtskirchen“ Maria Kirchental bei Lofer, wo sich die Waidhofener Gruppe besonders vom Wallfahrtsmuseum mit der reichsten Sammlung von Votivbildern in Österreich beeindruckt zeigten. In Zell am See folgte eine Führung durch die romanische Hippolytkirche. Nach dem Mittagessen ging es durch den Felbertauerntunnel nach Osttirol, wo in Matrei die größte Landkirche Tirols und ein Kleinod der romanischen Baukunst, die mit reichem Freskenschmuck ausgestattete Bergkirche St. Nikolaus, besichtigt wurden. Nach der Nächtigung in Lienz, der Sonnenstadt Österreichs, stand am Morgen des zweiten Tages ein weiteres sakrales Kleinod auf dem Programm, die Dreifaltigkeitskirche von Strassen im Pustertal, ein einzigartiger oktogonaler Bau aus der Spätbarockzeit. Das Wallfahrtsziel dieses Tages war Maria Luggau, ein Heiligtum zur Schmerzensmutter im landschaftlich reizvollen Lesachtal. Hier feierte die Gruppe eine Maiandacht und lauschte den Worten des Servitenpaters Augustin, der die Wallfahrtsgeschichte und den Kirchenbau erklärte. Auch der Lesachtaler Bauernladen mit seinen Köstlichkeiten fand reichen Zuspruch bei den Reiseteilnehmern. Über Sillian ging es über die Grenze nach Südtirol., wo die Führung durch die romanische ehemalige Stiftkirche St. Candidus den kulturellen Höhepunkt dieses Reisetages bildete. Wie Waidhofen gehörte auch Innichen bis zur Säkularisation 1803 zum Hochstift Freising . Das landschaftliche Highlight des Tages war die nachmittägliche Fahrt über den Kreuzbergpass mit herrlichen Ausblicken auf die imposanten Gipfel der Dolomiten ins Comelico Superiore und über Sappada, wo bis heute ein deutscher Dialekt, das Plodnerische, gesprochen wird, auf der Karnischen Dolomitenstraße nach Zuglio. Hier standen die Ausgrabungen der antiken Stadt Iulium Carnicum im Blickfeld des Interesses. Das friulanische Dorf wird überragt von der auf einem Hügel erbauten Peterskirche, wo sich der älteste Bischofssitz Karniens befunden hat. Nach einem Zwischenstopp in Tischlwang/Timau, ebenfalls ein Ort, in dem noch die deutsche Sprache gesprochen wird, ging es in schwindelerregender Fahrt vorbei an den Marmorsteinbrüchen (Klein-Carrara genannt) hinauf auf den Plöckenpass mit den Resten der alten Römerstraße. Die Passhöhe bildet die Grenze zwischen der Region Friaul-Julisch Venetien und dem Bundesland Kärnten. Bald erreichte der Bus den Gailtaler Ort Kötschach-Mauthen, wo die Mesnerin die Schönheiten des „Gailtaler Domes“ erklärte. Nach der zweiten Übernachtung fuhren die Waidhofener Pilger nach einem Kurzbesuch in Tarvis im italienischen Kanaltal und bei der beeindruckenden Bergkulisse der Julischen Alpen am Ufer der Fusine-Seen nach Maria Gail, dem Wallfahrtsort im Süden von Villach mit ihrer reich ausgestatteten Kirche: Römersteine, mittelalterliche Skulpturen und der spätgotische Flügelaltar fanden besonders Gefallen. Der Nachmittag des Abschlusstages führte die interessierte Reisegruppe an den Millstätter See, wo sich das im frühen Mittelalter gegründete ehemalige Stift gleichen Namens befindet. – der Kreuzgang zählt zu den kulturhistorisch interessantesten Baudenkmälern der Romanik in Österreich. Krönender Abschluss dieser Reise des Bildungswerkes war die kompetente Führung in Teurnia mit dem Römermuseum, der Kirche St. Peter im Holz, einer erst in jüngerer Zeit ausgegrabenen frühchristlichen Bischofskirche und einem vollständig erhaltenen Mosaikboden eines weiteren Sakralbaus, der erst vor kurzem von der UNESCO als Wellkulturdenkmal ausgezeichnet wurde. Auf der Heimfahrt feierten die Teilnehmer dieser Reise mit Pfarrer Mag. Herbert Döller die Sonntagsmesse in der Benediktuskapelle des Stiftes Admont, ein würdiger Abschluss für die Wallfahrer.

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