3-tägige Kultur- und Pilgerfahrt
 
 
 

 


 

     

BESUCH BEIM NACHBARN
3-tägige Kultur- und Pilgerfahrt in den südböhmischen Raum

30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen reisten vom 18. bis 20. Mai mit dem Katholischen Bildungswerk in den Raum Südböhmen. Auf der Anfahrt standen das gotische Kirchenjuwel Pesenbach mit einem wertvollen Flügelaltar und das Prämonstratenserstift Schlägl im Mühlviertel, dessen reiche Kunstschätze wir im Rahmen einer Führung kennen lernen durften. Nach einer Mittagspause bei der Aussichtswarte Moldaublick ging es über die Grenze nach Tschechien, wo am Nachmittag der Besuch des Adalbert Stifter Geburtsortes Oberplan, eine Besichtigung des alten, aber erst vor einigen Jahren nach der Zeit der Kirchenverfolgung unter den Kommunisten wieder erstandenen Wallfahrtsortes Maria Gojau mit mehreren wertvollen Kirchen und ein geführter Rundgang im ehemaligen Zisterzienserkloster Goldenkron auf dem Programm. Auf dem Weg in das Hotel in Budweis machten wir noch einen kurzen Abstecher in das Dorf Holaschowitz, ein Barockbauernjuwel, das von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt wird. Der zweite Tag führte die Waidhofener Gruppe zuerst zum neogotischen Schloss nach Frauenberg/Hluboka, einem ehemaligen Adelssitz der Schwarzenberger, und weiter zum mittelalterlichen Städtchen Wittingau mitten in der südböhmischen Teichlandschaft. Nach dem Mittagessen im Kloster Gratzen stand die Führung im ehemaligen Servitenkloster auf dem Programm. P. Bonfilius Wagner, ein vorher in Innsbruck wirkender Ordensmann, leistete hier nach der samtenen Revolution eine unermüdliche Aufbauarbeit. Heute präsentiert sich das Kloster, das seit knapp einem Jahr dem Orden der Familie Mariens gehört, wieder in voller Schönheit und dient der Diözese Budweis als Veranstaltungszentrum und spirituelle Mitte. „Der neue Orden stellt vor allem den Neuaufbau der kirchlichen Jugend- und Seelsorgearbeit sowie die Versöhnung zwischen Deutschen und Tschechen in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit“ , erzählte die junge Ordensfrau Sr. Birgitta den Waidhofener Besuchern. Den Abschluss dieses interessanten Tagen bildete die Wallfahrt zur Kirche Maria Trost in Brünnl/Dobra Voda, wo wir in der schönen Barockkirche eine Maiandacht feierten. Der dritte Tag begann mit einer Stadtführung in der Hauptstadt des südböhmischen Kreises Budweis mit dem größten Stadtplatz Böhmens, stilvoll restaurierten Hausfassaden, einer sehr einheitlich wirkenden Altstadt und kunsthistorisch überaus wertvollen Kirchen. Der Blick vom Schwarzen Turm über die am Zusammenfluss von Moldau und Maltsch gelegene Bischofs- und Universitätsstadt und das weite böhmische Land wird wohl allen Reiseteilnehmern als unvergesslicher Augenblick in Erinnerung bleiben. Nach dem Mittagessen in der Budweiser Brauerei ging es im Moldautal zur Stammburg des Geschlechtes der Rosenberger, die mächtig auf einem Felsen über einer Moldauschleife errichtet wurde. Den Abschluss des Tschechienaufenthaltes bildete der Besuch der Zisterzienserabtei Hohenfurth unweit der Grenze zu Oberösterreich. In einem geführten Rundgang sahen wir die gotische Stiftskirche mit der berühmten Hohenfurther Madonna, die reiche Kunstsammlung des Klosters sowie die drittgrößte Bibliothek Tschechiens. Den Abschluss der diesjährigen Kulturfahrt des Katholischen Bildungswerkes bildete die Sonntagsmesse mit Pfarrer Mag. Döller in der Pfarrkirche Waldburg bei Freistadt, die als einzige Kirche Oberösterreichs drei original erhaltene gotische Flügelaltäre besitzt. Nach dem Abendessen ging es zurück nach Waidhofen. Das sommerliche Schönwetter, die zahlreichen interessanten Ziele, sowie die gute Organisation der Reise durch das Reisebüro Mitterbauer ließen diese Reise für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.


Mag. Johann Kern

  Bericht und Fotos: Mag. Johann Kern
 

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