Österliches Triduum in der Stadtpfarre Waidhofen/Y festlich begangen
 
  Mit dem Abend des Gründonnerstages begann das österliche Triduum, das Gedächtnis von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu.
In der heiligen Messe am Abend stand das Letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tod im Mittelpunkt. Diese Feier erinnert besonders an die Liebe des Herrn, die den Tod überdauert. Nach dem Gloria verstummten Glocken und Orgel bis zur Feier der Osternacht. Den Gottesdienst umrahmte musikalisch sehr einfühlsam der Chor "Scola Cantorum" unter der Leitung von Margarete Hirsch.
In der "Marienkapelle" wurde im Gedenken an die Ölbergnacht Jesu bis 11,30 Anbetung gehalten.


(Foto: Letztes Abendmahl ) Den Hochaltar der Pfarrkirche von Waidhofen/Y. zierte am Gründonnerstag ein sehr selten gesehenes Bild von Sebastian Grünschachner, einem Waidhofner Maler des 19. Jhdt., das ursprünglich für einen Fronleichnamsaltar geschaffen wurde.

Der Karfreitag stand ganz im Zeichen des Kreuzes. Zur Zeit der Todesstunde Jesu wurde mit vielen Gläubigen der Kreuzweg auf den Buchenberg gebetet.
Die abendliche Karfreitagsliturgie in der Kirche begann in aller Stille. Dieser Tag kennt keine Eucharistiefeier. Die drei Abschnitte des Gottesdienstes bestehen aus dem Wortgottesdienst mit der Passion , den Großen Fürbitten, der Verehrung des Kreuzes und der Kommunionfeier als Verbindung der Gläubigen mit Jesus Christus im Sakrament der Liebe.
Die Trauer um den gekreuzigten Herrn hat dem Karfreitag und der Karwoche den Namen gegeben (althochdeutsch kara= Trauer, Klage). Dennoch ließ der dreifache Ruf bei der Kreuzverehrung österliche Hoffnung aufkommen: "Seht das Kreuz, an dem der Herr gehangen, das Heil der Welt:" "Kommt, lasset uns anbeten!"

Foto- Kreuz: Das Kreuz Jesu im Mittelpunkt der Karfreitagsliturgie wurde von allen Mitfeiernden mit großer Liebe und Dankbarkeit verehrt.

Zum Gedenken an die Grablegung Christi geleiteten nach der Karfreitagsliturgie alle Priester und das Volk das "Allerheiligste" in einer feierlichen Prozession in das "Heilige Grab" . Die ganze Nacht hindurch wurde hier Gebetswache gehalten.
Auch den Karsamstag nützten noch viele Menschen zu einem Besuch im heiligen Grab.

Foto "Heiliges Grab: Seit 1936 befindet sich diese Grablegungsgruppe im Untergeschoss der ehemaligen Annakapelle neben der Pfarrkirche, sie wurde 1767 um 720 Gulden angeschafft. Eine alte Steinstiege führt in den Einsäulenraum, der als Knochenraum des ehemaligen Karnergebäudes diente und im ausgehenden 15. Jhdt. mit der Pfarrkirche errichtet wurde.
 

   
     
   
     
 

 

 

 

 

(Bericht: Christine E.)

 

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